home



Mostly Stick      Haydn      everything is in the instructions      Kintsugi      Frail Lumber      Moersbow/OZZO      Minaret Minuets      Afiadacampos      what we talk      Samuel      Music for the radio program This American Life      Drawings      Scharfefelder      Bitter Love Songs      Beckett      We Were The Phliks      Song Songs Song      christangelfox      Plunderplunderphonics      From the Diary of Dog Drexel      96 Gestures      this that      Mamet      Dénouement      Hornets Collage      Five Frozen Eggs      48 Motives      Sonotropism      Disaster at Sea      Fugu      Running with Scissors

biography
events"
projects
recordings
equipment
sound
video
photographs
scores

contact

by publication
by author
by concert
articles
comparisons
errata
critics

In der klassischen Musikgeschichte markiert   das Streichquartett die künstlerische Königsdisziplin. Joseph Haydn, der zu den „Erfindern” dieser Gattung gerechnet wird, sah hier ein Versuchslabor für musikalischen Fortschritt. Scott Fields, der US-amerikanische und seit zehn Jahren in Köln lebende Gitarrenexperimentator und Komponist, wagt mit seinem Feartet einen neuen Blick auf Joseph Haydn — aber ganz klar aus der Perspektive heutiger musikalischer Versuchslabore. Feartet meint bekanntlich ein Streichquartett mit einem Streicher weniger — dafür mit Fields als elektrisch improvisierendem Gitarristen. Und klar ist: Das Hörvergnügen dieser neuen Doppel-CD ist ein viel zu herausforderndes, ja sportliches Unterfangen, als dass lediglich von einer Neu-Interpretation von Haydns Streichquartett-Suiten opus 20 (den sogenannten Sonnen-Quartetten) die Rede sein könnte. Fields wollte nach eigenem Bekunden die „DANN” der Originale herauskristallisieren. Also suchten Axel Lindner, Violine, Radek Stawarz, Viola, Elisabeth Fügemann, Cello und Fields nach übergreifenden Codes. Musikalische Konversationen früher Streichquartette mutieren zu einem kühnen Spannungsfeld aus hitziger Improvisation bei zugleich dezidiert ausformulierten kompositorischen Details. Meist treibt ein klar strukturierter Bewegungsgestus den musikalischen Fluss voran, reagieren schroffe Klangfarben in streng polyphoner Logik miteinander. Farbschichten überlagern sich, lösen sich auf und brechen auf — um Zeitfenster in die Vergangenheit zu öffnen, wann immer Haydns Original zu Wort kommt. —   5 (out of 5) stars. Stefan Pieper, Jazzthetik



And if it sounds like   arts council music, it is. Fields returns to the fertile fields of turning classical music into left leaning chamber jazz and he does a bang up job of that on this double cd that reimagines Haydn’s “Sun Quartets.” Sure to find a home in the ears of those who like the avant edge of contemporary classical, Fields has crafted out sound sounds for people that hear music differently that the average mainstream listener. Pretty much niche stuff but performed expertly enough that fans will pack that niche tightly as they gather around. —   Midwest Records



Der Komponist, Gitarrist und Bandleader   des Feartets, der aus Chicago stammende Scott Fields folgt mir seinem Ensemble (Elisabeth Fügemann/Cello, Axel Lindner/Violine und Radek Stawarz/Viola) den Spuren der sechs “Sonnenquartette”/Opus 20 (Quartett Nr.23 - 28/Hoboken Nr. 31 - 36), die Joseph Haydn 1772 verfasste. Wie Scott Fields elektronische Gitarre auf der Doppel-CD “Haydn” eine der beiden sonst gewohnten Violin-Stimmen übernimmt, die klassische Quartettform damit in eine traditionsbewusste Gegenwart eines veränderten modernen Klangbildes führt, bietet eine breite Basis für oftmaliges Eintauchen in die Kompositionswelt von Scott Fields, darüber hinaus auch für Vergleiche und forschende Querverbindungen zu den Originalen (empfohlen wird dabei von Kollegen die Aufnahme des österreichischen Hagen Quartetts). Die Anregung und Auseinandersetzung mit alten Meistern hat schon viele improvisierende Künstlerinnen in diese lohnende Zwischenfeld gelockt, die genießende Detailarbeit der Rezeption wartet sowohl auf “Klassiker”, aufgeschlossene Improvisationsfans und auf alle “Open Ears & Minds” ohne Furcht (Feartet!) vor Neuem. 4 stars —   Concerto Magazine



Warum das Quartett von Scott   Fields String Fearet heißt, wird schnell klar: Statt einer zweiten Violine ergänzt hier Fields’ Gitarre das übliche Streichquartett. Diesmal hat sich Fields die sechs “Sonnenquartette” von Joseph Haydn vorgenommen, die er als Ausgangspunkt für neu geschriebenes Material, Vorgefundenes — praktisch eingespielte Samples — und Improvisiertes nutzt. Dass eine wimmernde E-Gitarre da natürlich einen völlig neuen Klang in Haydns Kosmos einführt, kommt noch hinzu. Trotzdem ist das Ganze nicht so respektlos oder ikonoklastisch, wie mancher Haydn-Verehrer vermuten mag. Auf gleich zwei CDs nimmt sich das Feartet genug Zeit, um dem speziellen Zauber dieser Musik — Vielschreiber Haydn komponierte insgesamt 83 Streichquartette — nachzuspüren und sie behutsam für zeitgenössische Musiker zwischen E, U und Improvisation nutzbar zu machen. —   Jazzthing